Wie aus einem verregneten Betriebsausflug ein unvergesslicher Tag an der Ahr wurde.
Manchmal beginnen die schönsten Veranstaltungen nicht mit Sonnenschein, sondern mit Herausforderungen.
Die Geschichte begann nicht mit einer Buchung, sondern mit einer Empfehlung aus einem Haus, das seit vielen Jahren zur Spitze der deutschen Gastronomie gehört. Als sich wenig später eine Gruppe aus einem rheinischen Unternehmen meldete, war die Freude entsprechend groß.
Schon in der Vorbereitung zeigte sich, dass Individualität gefragt sein würde. Zwei Teilnehmerinnen tranken keinen Alkohol – eine grundsätzlich nicht, die andere aus erfreulichem Anlass. Für beide standen hochwertige alkoholfreie Varianten bereit. Gleichzeitig musste für eine Teilnehmerin mit einer Knieeinschränkung eine passende Lösung gefunden werden. Alles war vorbereitet.
Dann kam der Veranstaltungstag.
Die Gruppe traf deutlich früher als geplant ein. Und als wäre das noch nicht genug, öffnete der Himmel seine Schleusen. Regen in Strömen. Die Weinberge verschwanden hinter grauen Vorhängen und die Frage stand im Raum: Kann das überhaupt funktionieren?
Also wurde improvisiert.
Für den Empfang fand sich kurzfristig eine passende Weinlocation. Statt unter freiem Himmel begann der Tag mit einem entspannten Ankommen im Trockenen. Danach stand ein kleiner historischer Gewölbekeller als Alternative bereit. Die Entscheidung überließ ich bewusst der Gruppe. Drinnen bleiben oder das Abenteuer wagen?
Die Antwort kam erstaunlich schnell. „Wir gehen raus.“ Und genau das machten wir.
Unterwegs fanden wir Schutz an einer offenen Hütte in den Weinbergen. Dort entstanden Gespräche, die vermutlich in keinem Seminarraum entstanden wären. Die Weine wurden verkostet, Geschichten erzählt, gelacht und diskutiert. Der Regen verlor nach und nach seine Bedeutung.
Als später die praktische Frage nach einer Toilette auftauchte, ließ sich auch dafür unkompliziert eine Lösung finden.
Die Gruppe nahm erneut an einem langen Tisch Platz. Inzwischen zeigte sich sogar die Sonne zwischen den Wolken.
Die letzten Weine wurden in entspannter Atmosphäre verkostet, bevor wir gemeinsam weiter Richtung Ahrweiler gingen und den Tag im historischen Stadtkern ausklingen ließen. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass Veranstaltungen nicht deshalb gelungen sind, weil alles perfekt läuft.
Manchmal werden sie gerade deshalb besonders, weil nicht alles nach Plan verläuft.
Der WeinOpa sagt:
„Sonnenschein kann jeder organisieren. Die schönsten Erinnerungen entstehen oft dann, wenn Menschen gemeinsam einen Regentag in einen guten Tag verwandeln.“
Einige Tage nach diesem besonderen Tag erreichte mich eine Nachricht der Organisatorin (hier ein Auszug daraus):
„Es hat allen großen Spaß gemacht und war ein tolles, harmonisches Team-Event.“
Solche Rückmeldungen freuen den WeinOpa besonders. Weitere Stimmen von Gästen findest Du unter Begegnungen.



